Hier wird Zukunft gemacht

Das Anwendungszentrum dient als Demonstrationsfläche für neue Technologien, die der Zusammenarbeit von Mensch und Technik dienen. Vor Ort ist der typischerweise in einem produzierenden Unternehmen vorzufindende Materialfluss abgebildet. Der Einsatz digitaler Technologien lässt sich so im betrieblichen Kontext erleben. Fünf Showcases – Handel, Instandhaltung, Produktionslogistik, Transport und Virtual Training – veranschaulichen konkrete Anwendungsbeispiele.

01 Intralogistik

 

MotionMining-Regal

Das neue MotionMining-Verfahren bietet Unternehmen die Möglichkeit, manuelle Arbeitsprozesse im Lager – etwa bei der Abwicklung von Versandaufträgen – zu analysieren und zu optimieren. Der Regal-Demonstrator im Anwendungszentrum des Innovationslabors veranschaulicht, wie die Bewegungen eines Mitarbeiters bei der Entnahme von Waren und Artikeln aus einem Regal automatisiert und anonymisiert erfasst werden. Möglich machen dies mobile Sensoren, Wearables und kleine Funksender, sogenannte Beacons. Die Daten werden anschließend mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens ausgewertet.
Das Unternehmen MotionsMiners ist eine Ausgründung aus dem Fraunhofer IML.

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Optimierung von Prozessen

Unternehmen erhalten durch das innovative Verfahren, das auf der Interaktion von Mensch und Technik am MotionMining-Regal basiert, reale und valide Daten zu Ergonomie, Produktivität und Effizienz von Prozessen im Lager. Anhand der Daten können Betriebe versteckte Optimierungspotenziale erkennen.

Arbeitswelt der Zukunft

Logistikberufe gehören heute noch zu den Berufen mit einem besonders hohen Krankenstand. Häufig leiden die Beschäftigten unter Muskel- und Skeletterkrankungen. MotionMining dient dazu, ungesunde Bewegungen zu identifizieren und die Arbeitswelt der Zukunft menschengerechter zu gestalten.

Autonome Drohnen zur Lagerinventur

Die mit intelligenter Technologie ausgestatteten Drohnen von doks.innovation können Bereiche insbesondere von Hochregallagern aus der Luft einsehen und Bestände gezielt erfassen. Dabei werden die Flugroboter zum „künstlichen Kopf“: Kameras liefern Daten über den optischen Zustand von Waren, Sensoren messen die Temperatur oder sogar Gerüche. Im Anwendungszentrum des Innovationslabors lässt sich eine Drohne beim Flug durch eine Lagergasse beobachten.
Das Unternehmen doks.innovation ist eine Ausgründung aus dem Fraunhofer IML.

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Optimierung von Prozessen

Die Drohnen-Technologie gehört zu den spannendsten Wachstumsmärkten der Zukunft. Grundsätzlich bietet sich Unternehmen die Möglichkeit, Prozesse im Bestandmanagement und der Intralogistik zu verschlanken. Die maximale Herausforderung für die intelligenten Flugroboter ist die arbeitstägliche Vollinventur.

Vorteile im Überblick
  • Reduzierung bislang aufwendiger Suchprozesse im Lager
  • Identifikation fehlerhafter Bestandsinformationen
  • Aufspüren leerer Plätze im Lager
  • Aufspüren falsch gelagerter Waren
  • Im Ergebnis: Verkürzung von Lieferzeiten

Rollende Transportdrohne

Die Drohne »Bin:Go« dient dem Transport von kleinen, leichtgewichtigen Gütern innerhalb von Unternehmen – etwa von Medikamenten im Krankenhaus oder Kleinteilen in der Fabrik. Die Balldrohne ist deutlich energieeffizienter als reine Flugdrohnen, denn sie fliegt nur, wenn sie muss. Ansonsten bewegt sie sich über flurgebundes Rollen. Dank des schützenden Gehäuses mit umlaufenden Streben und innenliegenden Rotoren kann »Bin:Go« gefahrlos zusammen mit Menschen im selben Bereich arbeiten. Im Anwendungszentrum des Innovationslabors kann man den Prototypen sehen und einen Testflug im Video erleben.
»Bin:Go« ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Arbeitswelt der Zukunft

»Bin:Go« kann durch eine eingebaute Klappe schnell beladen werden. Nach Eingabe der Zieldaten findet die Drohne autonom ihren Weg. Bin:Go kann dabei Höhenunterschiede überbrücken, potenzielle Hindernisse überwinden und sich eigenständig in hohe Regalebenen einlagern. Am Ziel kann das Transportgut einfach entnommen werden.

Vorteile im Überblick
  • Geringere Unfallgefahr
  • Hohe Energieeffizienz
  • Wartungsarmer Betrieb

AR-gestützte Inventur im Handel

Die tägliche Bestandskontrolle ist im Lebensmittel-Einzelhandel eine heute noch aufwendige Pflichtübung. Mit der smarten Kombination von Datenbrille und Scannerhandschuh können die Mitarbeiter diese Arbeit sowohl schneller als auch ergonomischer ausführen. Ein Schnittstellenprogramm versetzt Brille und Handschuh in die Lage miteinander und – noch wichtiger – mit dem Warenwirtschaftsprogramm des Einzelhändlers zu kommunizieren.
Das System ist eine Entwicklung aus einem Transferprojekt des Innovationslabors.

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Mensch-Technik-Interaktion

Die Datenbrille führt den Mitarbeiter mit eingeblendeten Informationen durch den Prüfprozess. Die Technologie der Augmented Reality (AR) kommt hier zum Einsatz. Der Handschuh ermöglicht es dem Mitarbeiter, den Scanner mit nur einem Fingertipp zu aktivieren. Während des Vorgangs hat er mindestens eine Hand frei, um im Regal weiter Waren zu sortieren. Grundsätzlich kann der Mitarbeiter entscheiden, ob er lieber mit Sprachkommandos (z. B. „Starte Scanvorgang!“) oder über ein Touchpad an der Brille arbeiten will.

Anwendungsbereiche
  • Fehlbestandskontrollen
  • Einzel- bzw. Stichprobenkontrollen
  • Inventur

Adaptiver Arbeitsplatz

Der innovative ergonomische Arbeitsplatz unterstützt den Mitarbeiter aktiv bei der Arbeit und passt sich adaptiv an die jeweilige Arbeitssituation an. Er wird im Lager im Wareneingang und -ausgang eingesetzt. Hier werden u. a. Artikel in Kartons verpackt.
Die Lösung ist eine Entwicklung aus einem Transferprojekt des Innovationslabors.

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Mensch-Technik-Interaktion

Der Arbeitsplatz stellt sich auf jeden Mitarbeiter individuell ein. Eine Software erkennt, über welche Qualifikationen und Erfahrungen der Mitarbeiter verfügt. Je nach Wissenstand erhält der Mitarbeiter nur die für ihn persönlich relevanten Informationen Darüber hinaus passt sich die Höhe des Tisches automatisch an den Mitarbeiter an.

Module
  • Module zur Qualitätskontrolle beim Wareneingang
  • Kamera zur Überprüfung der Waren
  • Abgleich von bestellter und kommissionierter Ware im Warenausgang
  • Augmented Reality zur Unterstützung bei der Verpackung
  • Gesteuertes Arbeitsplatz- und Raumlicht

AR-unterstützte Palettierung

500 Millionen Europaletten sind weltweit im Umlauf, mehr als 3 Milliarden Pakete werden allein Deutschland pro Jahr verschickt. Je mehr Pakete in einen Karton und je mehr Kartons auf eine Palette passen, umso ökonomischer und ökologischer ist der Transport. Der Demonstrator im Anwendungszentrum zeigt, wie Augmented Reality (AR) dabei helfen kann.
Die AR-unterstützte Palettierung ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Datenbrillen unterstützen den Mitarbeiter dabei, eine Palette so platzsparend wie möglich mit Paketen unterschiedlicher Größen zu bepacken. Virtuell bereitgestellte Zusatzinformationen im Sichtfenster der Brille zeigen ihm Schritt für Schritt an, an welcher Stelle welches Paket passt.

Vorteile
  • Individuelle Unterstützung für den Mitarbeiter
  • Minimierung von Stress durch gezielte Anleitung
  • Reduzierung von Fehlern beim Verpacken
  • Beschleunigung der Produktionsabläufe
  • Senkung von Kosten

Digitaler Verpackungsassistent

Je heterogener die Artikel, die in einer Kartonage verpackt werden müssen, umso komplexer die Aufgabe: Der digitale Verpackungsassistent »PAsst« führt den Mitarbeiter mit einer LED-basierten Positionsanzeige intuitiv durch den Verpackungsprozess.
»PAsst« ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Das System besteht aus herkömmlichen LED-Leisten, die in x- und y-Ausrichtung vollständig flach in einen Verpackungstisch eingelassen werden. Licht- und Farbsignale zeigen dem Mitarbeiter an, wie er die Artikel im Karton so platzsparend wie möglich verpackt. In ersten wissenschaftlichen Studien zur informatorischen Belastung (»Kognitive Ergonomie«) durch die Lösung bewerteten Mitarbeiter »PAsst« im Hinblick auf die wahrgenommene Leistung, ihre Frustration und Anstrengung sowie ihre körperliche und geistige Anforderung besser als eine Datenbrille.
»Kognitive Ergonomie« ist ein neues Forschungsfeld von Fraunhofer IML und Leistungszentrum Logistik und IT.

Vorteile
  • Einfaches und günstiges System
  • Individuelle und effektive Unterstützung für den Mitarbeiter
  • Minimierung von Stress durch gezielte Anleitung
  • Reduzierung von Fehlern
  • Optimale Volumenausnutzung der Kartonage
  • Minimierung zusätzlichen Füllmaterials

Kommissionierroboter »TORU«

Der autonome Kommissionierroboter »TORU« ist darauf ausgelegt, in E-Commerce-Versandlagern einzelne quaderförmige Objekte – also etwa Schuhkartons oder Bücher – zu »picken«. Herkömmliche Pickroboter können meist nur komplette Ladungsträger wie Paletten oder Kisten automatisiert holen. »TORU« verfügt jedoch über eine intelligente Objekterkennung, kann einen Karton zielgenau greifen – egal, wo er sich befindet – und auf seinen Wegen auch Hindernisse eigenständig überwinden. Wie sich der Kommissionierroboter im Lager bewegt, kann man im Anwendungszentrum des Innovationslabors beobachten.

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Arbeitswelt der Zukunft

»TORU« entlastet Mitarbeiter bei Handling-Aufgaben wie der Kommissionierung oder dem Einsortieren von Kartons. Im Lager kann er parallel zum Menschen arbeiten und etwa Aufträge mit langen Laufwegen übernehmen.

Vorteile
  • Eigenständige Navigation
  • Sicheres Arbeiten parallel zum Menschen
  • Reaktives Roboterverhalten bei Umgebungsveränderungen
  • Flexibel und kostengünstige Integration in den laufenden Betrieb

Behälterstapler SAM

Mit dem Stapelbediengerät »Stack Access Machine«, kurz »SAM«, lassen sich einzelne Behälter vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen. Der Clou: Das Fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) baut sich aus den Behältern sein Lager selbst, indem es sie auf dem Boden des Lagers direkt übereinanderstapelt. Weniger ist dabei mehr: Regale für die Behälter und Schienen für das Bedienfahrzeug – also eine fest verbaute Infrastruktur – macht »SAM« überflüssig.
»SAM« ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Arbeitswelt der Zukunft

»SAM« ist aufgrund seiner innovativen Bauweise in der Lage, auf jeden einzelnen Behälter in einem Stapel direkt zuzugreifen. Darüber befindliche Behälter müssen zuvor nicht umgelagert werden. Das Gerät kann Behälter von bis zu 30 Kilogramm anheben und sich jederzeit auf unterschiedliche Behälterhöhen einstellen.

Vorteile
  • Automatisierung nahezu jedes Lagers – ohne große Investitionen
  • Zeitlich begrenzter Einsatz im Weihnachtsgeschäft oder bei Produktionsspitzen
  • Hohe Flexibilität des Lagers

Klettershuttle »RackRacer«

Weg von schweren und starren Lagertechnikgeräten hin zu kleinteiligen, multifunktional einsetzbaren Fahrzeugen: Das kletternde Shuttle »RackRacer« bewegt sich selbstständig horizontal und diagonal im Regal – ohne Lift oder zusätzliche Schienen. Dabei helfen ihm so genannte Raupenelemente, die sich im Regal auf einzelnen Auflagepunkten abstützen.
Der »RackRacer« ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Arbeitswelt der Zukunft

Der »RackRacer« kann Ein- oder Auslagervorgänge an jeder Position in einem Regal selbstständig durchführen. So erfolgen Bewegungen im Regal nunmehr auf direktem Weg zum Lagerort. Mitarbeiter beauftragen und überwachen die Shuttles über Funk. Die Fahrzeuge können direkt in die unterste Regalebene ein- und ausfahren.

Vorteile
  • Geeignet für Lager mit mittlerer Leistung
  • Kapselung aller Funktionalitäten in einem Gerät
  • Hohe Flexibilität beim innerbetrieblichen Transport und der Lagerbedienung
  • Energieautarker Betrieb durch einen mitgeführten Akkumulator

02 Instandhaltung

 

AR-basierte Instandhaltung

Störungen an Rollen- oder Bandförderanlagen können nicht nur den gesamten Betrieb im Lager lahmlegen, sondern haben drastische Auswirkungen auf den nachgelagerten Transport. Sogenannte Assistenzsysteme können den Lagermitarbeiter dabei unterstützen, Aufgaben im Bereich der Instandhaltung zu lösen und Störungen an Maschinen zu beheben, ohne einen externen Experten hinzuziehen.
Die Lösung ist Teil des Showcases »Instandhaltung« im Anwendungszentrum des Innovationslabors.

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Mensch-Technik-Interaktion

Das Assistenzsystem läuft auf einem mobilen Endgerät, beispielsweise auf einer Brille oder einem Tablet. Die dort eingehenden Störungsmeldungen werden automatisch analysiert. Virtuelle Objekte, etwa einzelne Bauteile der Maschine, und bedarfsgerechte Informationen, die im Sichtfeld der Brille oder auf dem Tablet eingeblendet werden, führen den Mitarbeiter dann durch den Prozess der Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme der Maschine. Informationen zur Instandsetzung werden gespeichert und dazu genutzt, zukünftige Instandhaltungsaufträge zu optimieren.

Arbeitswelt der Zukunft

Assistenzsysteme in der Instandhaltung unterstützen den Mitarbeiter mit Empfehlungen, die auf einen maximalen Gewinn abzielen. Der Mitarbeiter prüft die Hinweise auf der Basis seiner fachlichen Kompetenzen und analytischen Fähigkeiten und kann so die bestmögliche Entscheidung treffen.

03 Produktion

 

Kameraunterstützte Montage

Die Anforderungen an den Mitarbeiter in der Montage steigen mit der Vielzahl an Produktvarianten, die heute gefertigt werden: Der Mitarbeiter muss nicht länger nur zwei oder drei Anleitungen im Kopf haben, sondern gleich dutzende. Durch die Unterstützung eines Kamera-Assistenzsystems wird es ihm jedoch leichter gemacht, kundenindividuelle Produkte zu fertigen oder auch komplexe Baureihen zu bearbeiten.
Das Assistenzsystem ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Der Mitarbeiter wird am Arbeitsplatz Schritt für Schritt digital durch den Prozess geführt. Einzelne Montageschritte können durch Videos vorgeführt werden. Nachdem er die einzelnen Bauteile auf seinem Montagetisch abgelegt hat, wird zur Kontrolle ein Bildabgleich per Kamera durchgeführt. Stimmt das Ergebnis, gelangt der Mitarbeiter zum nächsten Arbeitsschritt. Durch die Kontrolle der Prozessschritte können Fehler bei der Montage vermieden werden.

Arbeitswelt der Zukunft

Die kameraunterstützte Montage »merkt« sich den jeweiligen Wissensstand des Mitarbeiters: Ungelernte Kräfte erhalten zunächst eine maximale Unterstützung. Mitarbeiter, die bereits über weitergehende Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, bekommen so viele Informationen, wie sie noch benötigen.

Kollaborativer Greifarm

Die automatisierte Fertigung von Einzelstücken – die sogenannte »Losgröße 1« – stellt die Industrie heute vor große Herausforderungen. Im Anwendungszentrum des Innovationslabors wird gezeigt, wie intelligente Technologien die Produktion effizienter und flexibler machen: etwa durch den Einsatz des kollaborativen Greifarms »Saywer«. Industrieroboter, die gemeinsam mit dem Menschen arbeiten, sind in der Logistik auf dem Vormarsch. »Saywer« besitzt aber eine Besonderheit: Er lässt sich vom Menschen ohne aufwändige Programmierung konfigurieren.
Die Lösung ist Teil des Showcases »Montage« im Anwendungszentrum des Innovationslabors.

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Mensch-Technik-Interaktion

Fertige Teile vom Montagetisch zu greifen und in Richtung Förderband zu bewegen – das ist die Aufgabe von »Saywer«. Unterschiedliche Produktvarianten erfordern dabei jeweils andere Bewegungsabläufe. Üblicherweise müssen Roboter dazu programmiert werden. »Saywer« dagegen kann der Mitarbeiter einfach dadurch trainieren, dass er ihm die Bewegungen mit Gesten vormacht.

Vorteile
  • Optimales Teamwork von Mensch und Technik
  • Effiziente Gestaltung von Prozessen
  • Einfache Integration der Lösung in bestehende Unternehmensprozesse
  • Gute Möglichkeit zur Modifizierung älterer Maschinen
  • Wegfall aufwendiger Programmierungsarbeiten

04 Transport

 

Dynamische Disposition mit Smart Devices

Mit digitalen Technologien lassen sich im Warentransport erhebliche Optimierungspotenziale erschließen. Die Vorteile einer dynamischen Disposition, die sich an die tatsächlichen Gegebenheiten anpasst, werden im Anwendungszentrum des Innovationslabors spielerisch auf einem Aktionsfeld im Miniaturformat veranschaulicht. Dabei zeigt sich: Die Kommunikation zwischen Hersteller bzw. Logistikzentrum und Lkw-Fahrer ist für die dynamische Disposition von entscheidender Bedeutung.
Die Lösung ist Teil des Showcases »Transport« im Anwendungszentrum des Innovationslabors.

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Mensch-Technik-Interaktion

Mit individuell angepassten Informationen wird der Lkw-Fahrer in digitale Prozesse integriert. Über Wearables wie eine Smart Watch steht er in Verbindung mit dem Werksgelände – z. B. für die Anmeldung oder die Fahrweg- und Ladestellezuweisung. Auf Basis aktueller Prognosen und Echtzeitdaten lassen sich Abholzeiten und Zeitfenster besser planen – für Fahrer, Speditionen und deren Auftraggeber gleichermaßen.

Vorteile
  • Geringere Wartezeiten für den Fahrer
  • Mehr Zeit und Flexibilität für Produktion und Transportplanung in den Unternehmen
  • Weniger überhöhte oder unzureichende Bestände
  • Marktgerechte Lieferzeiten
  • Kostenoptimale Lieferfähigkeit

Anbieterneutrales Pick-up-Regal

Jeder fünfte Bundesbürger shoppt heute schon mehrmals pro Woche online. Die Idee des anbieterneutralen Pick-up-Regals ist es, dass hier Pakete unterschiedlicher Paketdienstleister deponiert werden. Der Empfänger mehrerer Pakete muss für die Abholung also nur einen Ort ansteuern. Der Protoytp des Regals ist ein gelungenes Beispiel für die Interaktion von Mensch und Technik.
Die Lösung ist im Rahmen der Talentwerkstatt des Innovationslabors für Studierende entstanden.

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Mensch-Technik-Interaktion

Die Station ist als Regal konzipiert, das mit unterschiedlich großen, einzeln herausnehmbaren Kisten bestückt wird. Diese sind durch einen speziellen Schließmechanismus gesichert. Ein konventioneller Metallriegel und ein Motor werden durch ein spezielles Kupplungsstück verbunden, das aus dem 3-D-Drucker kommt. Der Empfänger eines Pakets registriert sich einmalig online und erhält bei Zustellung seines Pakets eine Nachricht auf sein Handy – verbunden mit einem Barcode. Den hält er am Regal an einen Scanner, die Ablagekiste wird entriegelt und gleichzeitig ein Lichtsignal an der Kiste aktiviert, so dass man sie direkt findet.

Vorteile
  • Hohe Benutzerfreundlichkeit durch intuitive Bedienung
  • Nachhaltiges Konzept durch Verwendung ökologischer Materialien
  • Lifestyle-Optik
  • Konzipiert für den Einsatz in Firmen, Nachbarschaftszentren etc.

05 Virtual Training

 

VR-basiertes Mitarbeitertraining im Lager

Logistikzentren müssen heutzutage flexibel auf Änderungen des Marktes, der Produkte und der neuen Dienstleistungen reagieren. Deshalb wird es zunehmend wichtiger, Mitarbeitern das benötigte Wissen schnell und ohne Störungen des laufenden Betriebs zu vermitteln. Mitarbeitertrainings in der virtuellen Realität (VR) ermöglichen dies. Eine solche Virtual Reality-Lernumgebung ist Teil des Schulungs-, Weiterbildungs- und Planungsraums für Logistiker im Anwendungszentrum des Innovationslabors.
Die Software ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Der Mitarbeiter taucht mit einer Datenbrille in eine virtuelle Welt ein, in der er sich frei bewegen kann. Insbesondere der Einsatz der innovativen Bewegungsplattform »Virtualizer« sorgt dafür, dass die virtuelle Welt als real empfunden wird. Der Mitarbeiter bewegt sich tatsächlich auf der Stelle, legt im simulierten Lager aber hunderte Meter zurück.

Vorteile
  • Positiv anregende, motivierende und lernförderliche Wirkung
  • Entwicklung eines Verständnisses für wesentliche Abläufe
  • Simulation auch seltener Arbeitssituationen
  • Förderung der Sensomotorik
  • Identifikation von Schwachstellen und Problemzonen im Lager
  • Ggf. Anpassung der Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter

06 Social Networked Industry

 

Social Network

In der Arbeitswelt der Zukunft arbeiten Mensch und Technik im Team. Grundlage dafür ist eine organisatorische Plattform, die Mensch und Technik miteinander verbindet: das Social Network. Dieses Informationsverteilzentrum ist das Herz der sogenannten Social Networked Industry, einer hochtechnologischen, aber menschengerecht gestalteten Arbeitswelt. Im Anwendungszentrum des Innovationslabors kann man sich in ein Social Network einloggen und »live« mit Menschen und Maschinen kommunizieren.
Das Social Network ist ein Arbeitspaket des Innovationslabors und eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Im Social Network besitzt jeder Teilnehmer sein eigenes Profil. Mensch oder Maschine? Das macht keinen Unterschied. Alle Teilnehmer sind über Smart Devices – etwa Tablets oder Datenbrillen – bzw. entsprechende Schnittstellen miteinander vernetzt. So können sie schnell und effektiv Informationen teilen, beispielsweise über den Status eines Auftrags oder über eine Störung an einer Maschine. Mensch und Technik arbeiten damit gemeinsam – als Partner – daran, ihre Aufgaben bestmöglich zu erledigen.

Vorteile
  • effizienter Austausch aller Netzwerkteilnehmer
  • intuitives Zusammenspiel von Mensch und Technik
  • Gestaltung einer menschengerechten Arbeitswelt
  • Entwicklung neuer hybrider Produkte und Dienstleistungen

07 Sonstiges

 

»Robokeeper«

Der roboterähnliche automatische Torwart »RoboKeeper« ist in seiner Funktion dem klassischen Tipp-Kick-Torwart nachempfunden. Allerdings kann er einen Elfmeter vollkommen automatisch halten und stellt dabei in puncto Beschleunigung einen Formel-1-Wagen in den Schatten. Die anspruchsvolle wissenschaftliche Entwicklungsarbeit eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten für die Steuerungstechnik und die Bildverarbeitung beim Robotereinsatz. Im Anwendungszentrum des Innovationslabors wartet der »RoboKeeper« auf neue Gegner.
Der »RoboKeeper« ist eine Entwicklung des Fraunhofer IML.

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Mensch-Technik-Interaktion

Der »Robokeeper« kann Schüsse vom Elfmeterpunkt mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h »flach in die Ecke« halten. Der Ball wird dabei von Kameras mit je bis zu 60 Bildern pro Sekunde erfasst und während des Flugs verfolgt wird. Aus diesen Daten ermittelt die Bildverarbeitungssoftware den voraussichtlichen Auftreffpunkt im Tor und gibt dieses Ergebnis als Winkelwert an die Motorsteuerung weiter, die dann die Torwartfigur um den erforderlichen Winkel dreht.

Techniksche Daten
  • Antrieb aus der Luftfahrt mit 20-facher Erdbeschleunigung (17-mal höher als bei einem Formel-1-Wagen)
  • Motorleistung von 12 kW
  • Gegengewicht von 800 kg
  • zwei Gigabit-Farbkameras