Know-How

Werden Sie Teil unserer Community!

Mitmachen, mitreden, live erleben: Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik arbeitet nicht im Elfenbeinturm. Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft können sich vor Ort im Forschungszentrum wie im Anwendungszentrum einen Eindruck von der neuen Arbeitswelt im Zeitalter der vierten industriellen Revolution verschaffen. Unternehmen können sich direkt in die Aktivitäten des Innovationslabors einbinden und Technologien, Methoden, Verfahren und Werkzeugen vor Ort mit entwickeln. Das dabei aufgebaute Wissen steht natürlich auch anderen Unternehmen zur Verfügung. Ziel ist es, einen Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft anzustoßen. Mit Veranstaltungen, Exkursionen, Rundgängen und Projekten wollen wir eine neue aktive Wissenscommunity schaffen.

01 Mitmachen: Transferprojekte

Steigern Sie die Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens: Wir wollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, hybride Dienstleistungen für eine sozial vernetzte Logistik zu entwickeln und diese erfolgreich im eigenen Unternehmen zu etablieren oder als Marktleistung anzubieten. Eine wesentliche Maßnahme sind dabei konkrete Transferprojekte. In diesem Format können Sie konkrete Ergebnisbausteine aus dem Innovationslabor gemeinsam mit den Wissenschaftlern in Ihrem Unternehmen ausprobieren und in die Arbeitsprozesse integrieren.

02 Ausprobieren: Talentwerkstatt

Außergewöhnliche Projektideen in die Tat umsetzen – und mit dem Innovationslabor einen Prototyp bauen: Wir geben studentischen Teams im Rahmen unserer Talentwerkstatt die Möglichkeit, ihren Einfallsreichtum und ihre Kreativität unter Beweis zu stellen. Mit jeweils 10.000 Euro werden insgesamt fünf Innovationsprojekte zur Mensch-Technik-Interaktion gesponsert, die im Zusammenhang mit der Social Networked Industry stehen. Und vielleicht können die dann schon bald im Innovationslabor oder auch auf Veranstaltungen wie dem Zukunftskongress Logistik präsentiert werden.

03 Erleben: Showcases

Machen Sie sich ein Bild davon, wie hybride Dienstleistungen funktionieren: Spannende Anwendungsfälle zeigen wir Ihnen im Rahmen von Showcases in unserem hochmodern ausgestatteten Anwendungszentrum am Fraunhofer IML in Dortmund. Jeder Anwendungsfall wird in einem eigenen sogenannten Erlebnispfad demonstriert, der jeweils verschiedene Funktionsbereiche miteinander verknüpft und auf zahlreiche Hard- und Softwareentwicklungen zurückgreift.

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Unternehmen haben die Möglichkeit, die Anwendungsfälle »live« zu erleben. Wenn Sie Interesse an einer Demonstration haben, schicken Sie uns eine Mail an info@innovationslabor-logistik.de.

04 Mitreden: Glossar

Hybride Dienstleistungen in der Logistik – was ist das überhaupt? In dieser Rubrik listen wir einige der neuen Fachbegriffe aus der vernetzten Wirtschaft auf und liefern erste Begriffsbestimmungen. Das Glossar werden wir regelmäßig erweitern.

Hybride Dienstleistungen

Eine hybride Dienstleistung bezeichnet im Innovationslabor ein Leistungsbündel aus einem Produkt und ergänzenden Mehrwertdienstleistungen, ermöglicht durch das Zusammenspiel von innovativer Technik und neuartiger Software. Die Ergänzung durch ein geeignetes Geschäftsmodell komplettiert die hybride Dienstleistung und stellt eine konsequente Orientierung an den (zukünftigen) Bedarfen der Kunden sicher, beispielsweise durch moderne Abrechnungsverfahren. Die damit einhergehenden Veränderungen bedürfen häufig einer Reorganisation der betrieblichen Leistungserstellungsprozesse und stellen erhöhte Handlungsanforderungen an alle beteiligten Personen und Organisationen im Wertschöpfungsnetzwerk.

Social Network

Im Innovationslabor wird das Social Network als zentrale Organisationsplattform für Mensch und Technik verstanden. Menschen, aber auch Geräte, können sich im sozialen Netzwerk platzieren und mit gezielten Informationen ihre eigene Selbstdarstellung gestalten. Neben der Profilpflege ist die Vernetzung ein wesentlicher Bestandteil des Social Network. Das Social Network bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Informationen miteinander zu teilen oder gezielte Suchen nach Expertisen vorzunehmen. Im Rahmen des Innovationslabors wird das Social Network als geschlossenes System betrachtet. Dies bedeutet, im Gegensatz zu offenen sozialen Netzwerken wie Facebook, dass nur ein ausgewählter Kreis von Personen und Geräten am Netzwerk partizipieren kann. So kann die Teilnehmerzahl z.B. auf das Unternehmen eingeschränkt werden.

Sozio-technisches System

Der Begriff des sozio-technischen Systems ist in der Forschung wenig einheitlich definiert. Für das Innovationslabor soll in Anlehnung an Rice (1963) unter einem sozio-technischem System eine Produktionseinheit verstanden werden, die aus interdependenten technologischen, organisatorischen und personellen Teilsystemen besteht. Die Teilsysteme beeinflussen sich wechselseitig und begrenzen die Gestaltungsmöglichkeiten der jeweils anderen Teilsysteme, weisen jedoch eigenständige Eigenschaften auf, die auf die Funktionsweise des Gesamtsystems zurückwirken. Zudem steht das sozio-technische System in komplexen Beziehungen mit seinen Umweltbedingungen. Somit wird nicht allein nach der Funktionsweise und den Wandlungsprozessen einzelner technischer und nicht-technischer Elemente gefragt, sondern die Wechselwirkungen und bestimmte Konfigurationen der Elemente rücken ins Zentrum der Analyse.

Mensch-Technik-Interaktion

Im Innovationslabor wird der Begriff »Mensch-Technik-Interaktion« als Oberbegriff für die Zusammenarbeit von Menschen mit technischen Einrichtungen zur Unterstützung und Ermöglichung von logistischen Prozessen verwendet. Technische Einrichtungen bezeichnen existierende und geplante Geräte in der Versuchsumgebung, die zur Interaktion, also zum aufeinander bezogenen Handeln mit einem oder mehreren Interaktionspartnern bzw. Akteuren fähig sind. Grundvoraussetzung für Interaktion ist die Fähigkeit zur Kommunikation, d.h. zum Senden und Empfangen von Nachrichten, auf wenigstens einem Informationskanal (visuell, akustisch etc.) und beinhaltet darüber hinaus aus soziologischer Sicht das Reagieren, das miteinander Umgehen sowie das einander Beeinflussen und ggf. sogar das Steuern. Interaktion kann verschiedene Ausprägungen aufweisen. Dies kann zum Beispiel Geräte umfassen, die über eine grafische Benutzeroberfläche verfügen und schließt ebenfalls Geräte ein, die die Lage oder den Zustand eines Betriebsmittels verändern sowie Kräfte und Momente aufnehmen können.

Der im Innovationslabor verwendete Begriff »Mensch-Technik-Interaktion« beinhaltet die gängigen, aber oft nicht eindeutig definierten und synonym verwendeten Bezeichnungen »Mensch-Maschine-Interaktion«, »Mensch-Maschine-Kommunikation«, »Mensch-Roboter-Interaktion« und »Mensch-Computer-Interaktion«. Damit werden alle notwendigen technischen Einrichtungen berücksichtigt, die der oben genannten Definition entsprechen und die für die Ausübung eines manuellen logistischen Teilprozesses notwendig sind. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung von zukünftigen Arbeitssystemen und deren menschzentrierte Gestaltung.

Digitale Gestaltung

Die planerische Gestaltung als ein kreativer Prozess zur Schaffung einer »gedachten Realität« kann durch die Digitalisierung in einen Prozess zur Schaffung einer »virtuellen Realität« überführt werden. Somit entsteht aus der planerischen Gestaltung im Zuge der Digitalisierung die digitale Gestaltung. Das Ziel der digitalen Gestaltung ist es, frühzeitig Planungsergebnisse methodisch (z.B. durch Simulation) zu bewerten und sie einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen. Die virtuelle Realität als Ergebnis ist sowohl durch alle an der Planung Beteiligten als auch alle von der Planung Betroffenen erlebbar und ermöglicht eine neue Form der partizipativen Gestaltung von Logistiksystemen. 

Im Innovationslabor ergänzt die digitale Gestaltung die Anwendung planerischer Aufgaben und stellt diese mit Hilfe neuer Technologien dar. Sie wird sowohl im simulationsgestützten Leitstand und insbesondere im Virtual Trainging Lab im Rahmen des Showcase “Virtual Training” erlebbar.

05 Nachlesen: Fachbeiträge

Erfahren Sie mehr: Hier finden Sie die aktuellen Fachbeiträge unserer Experten zu allen Themen des Innovationslabors, rund um die Social Networked Industry und Hybride Dienstleistungen in der Logistik. Weiter unten geht es zum Archiv.

Smart Device mit jeder Menge PS

Von Maximilian Schellert | Fraunhofer IML – Mit digitalen Technologien lassen sich in der urbanen Logistik erhebliche Optimierungs-potenziale erschließen. Das Berufsbild des Kraftfahrers wird sich dabei wesentlich verändern werden, zeigt die aktuelle Forschung im Anwendungsfall Transport des Innovationslabors. »

Transferprojekte machen Unternehmen digitaler

Von Silke Bruns | Freie Redakteurin – »Innovationssprung im Tandem« lautet das Motto der Transferprojekte des Innovationslabors, in denen Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam die Grundlagen für den Einsatz neuer Technologien schaffen – zwei Beispiele. »

Packen und Picken: Augmented Reality im Lager

Von Veronika Kretschmer und Benedikt Mättig | Fraunhofer IML – Die ersten Studien zur Kognitiven Ergonomie im Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik zeigen, dass die Datenbrille eine gute Alternative zu klassischen Verfahren ist. »

Digitales Design: Der Mensch plant immer mit

Von Anike Murrenhoff, Christoph Pott, Moritz Wernecke und Philipp-Akira Bürger | Fraunhofer IML – Im Rahmen des Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik entsteht derzeit ein neues Konzept zur digitalen Gestaltung intralogistischer Systeme. Das Konzept wird auf Grundlagen existierender Planungsmethodiken und soziologischer Grundsätzen aufgebaut. »

Die soziale Frage darf nicht hintanstehen

Von Matthias Werny | Referent IGBCE – Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ist ein optimaler Ort, um die Möglichkeiten, die Digitalisierung und Industrie 4.0 zu erleben. Beim Besuch im Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik des Fraunhofer-Instituts zeigt sich: Es ist wichtig, auch den arbeitenden Menschen zu betrachten. »

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