Unsere abgeschlossenen Transferprojekte

Ob Fehlervermeidung bei Inventuren, eine effizientere quittungslose Zustellung oder vorausschauende Instandhaltung: Die Ergebnisse aus den bereits abgeschlossenen Transferprojekten zeigen beispielhaft, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit durch den Einsatz digitaler Technologien steigern können. Von den Erfahrungen aus den Projekten profitieren auch zahlreiche andere Unternehmen.

Unsere Transferprojekte 2018/2019

01 Ein smartes label für Krankenhausbetten

20 Millionen Menschen in Deutschland liegen jedes Jahr in einem der 500.000 Krankhausbetten. Im täglichen Betrieb ist das Krankenbett das primäre Transportmittel im Krankenhaus. In dem Projekt wurde daher an einem Smart Label für das Krankenbett gearbeitet, durch das die heutigen Prozesse im Bereich Bettenprüfung, -wartung und -reinigung direkt über das Bett durch das verantwortliche Personal gesteuert und damit transparenter und effizienter gemanagt werden können. Das Smart Label liegt als Demonstrator vor und wurde bereits auf wichtigen Messen für Gesundheit und Digitalisierung vorgestellt, besitzt jedoch noch keine Marktreife. Die Entwicklung stellt für das beteiligte Unternehmen einen wichtigen Baustein zur Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes im Servicebereich dar.

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Partner des Projekts war die Stiegelmeyer-Gruppe mit Sitz in Herford, Hersteller von Klinik- und Pflegebetten.

02 VR-Schulung für ein Pick-by-Voice-System

Der Einsatz von Virtual Reality (VR) und Gamification, d.h. Spielelementen, in Trainingsprogrammen für Mitarbeiter gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Die Vorteile liegen unter anderem in geringeren Kosten für die Schulung sowie in flexibleren Einsatzmöglichkeiten, auch berufsbegleitend und damit zur Vertiefung von Erfahrung. Im Innovationslabor entwickelte Bausteine für Trainingsmaßnahmen von Lagermitarbeitern flossen im Rahmen des Projekts in ein neues Schulungskonzept für ein bestehendes Pick-by-Voice-System ein. Dazu wurden ein Drehbuch und eine digitale Szenerie mit einem in das Spiel integrierten Roboter entwickelt, die den Mitarbeiter durch die Stufen der Kommissionierung leiten. Die finale Evaluation des Demonstrators erfolgte mit Probanden, die zum Großteil über keinerlei Erfahrung mit der Voice-Kommissionierung verfügten. Ergebnis: Alle Teilnehmer würden die VR-Schulung einer »Frontal-Schulung« vorziehen.

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Das Projekt wurde mit dem Software- und Hardwareentwickler proLogistik, Dortmund, durchgeführt.

03 Fahrerunterstützende Ortung von Gastanks

Die Vor-Ort-Auslieferung von Flüssiggas, eine immens zeitkritische Logistikdienstleistung, stellt hohe Anforderungen an den Dienstleister und die Fahrer von Tankwagen gleichermaßen. Neue Mitarbeiter oder solche, die kurzfristig eine Tour übernehmen, müssen oftmals umfangreich in die lokalen Besonderheiten der Kunden eingewiesen werden. Das stresst die Mitarbeiter und kostet Zeit. Im Rahmen des Projektes wurde nun eine Softwarelösung für die Positionsbestimmung von Tanks entwickelt, die deren Auffinden auf fremden Geländen erheblich erleichtert. Der Prototyp einer App für die Smart Devices der Mitarbeiter wurde im realen Betrieb getestet. Dabei wurde sowohl die technische Anwendung als auch die Benutzerfreundlichkeit überprüft. Die Neuerungen wurden vom größten Teil der Mitarbeiter als positiv angesehen. Darüber hinaus wurden bereits weitere Nutzungsmöglichkeiten der Technologie sowohl zur Fahrerunterstützung als auch zur Prozessoptimierung erarbeitet.

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Partner des Projekts war die WESTFA Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH in Hagen.

04 Vernetzte Fertigungssteuerung in der Metallverarbeitung

In vielen klassischen mittelständischen Produktionsunternehmen fehlt es heute noch an einer durchgängigen Transparenz über aktuelle Material- und Maschinenstatus zwischen Produktion, Logistik und Administration. Im Projekt wurde eine Softwareanwendung entwickelt, die anderen Unternehmen als Demonstrator dienen kann. Dabei wurde die Produktion durch die Verwendung von Smart Devices mit einem Digitalen Zwilling verknüpft, auf dessen Basis sämtliche Analysen erstellt werden. Durch die Gestaltung einer unabhängigen Schnittstelle konnte aufgezeigt werden, wie sich kostengünstige Lösungen ohne große ERP-Anpassungen oder -Ablösungen schaffen lassen.

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Partner des Projekts war der Metallverarbeiter Wilhelm Wernecke mit Sitz in Plettenberg.

Unsere Transferprojekte 2017/2018

01 EINE GRUNDLAGE FÜR HYBRIDE DIENSTLEISTUNGEN

Maschinen- und Anlagenbauer sehen sich im Zuge der Globalisierung mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die ein Umdenken vom klassischen Herstellerverständnis zum umfassenden Lösungsanbieter notwendig machen – Stichwort: präventive Instandhaltung. Im Projekt ist auf der Basis eines Tools zur Auswertung von Maschinendaten ein hybrides Geschäftsmodell für den industriellen Service entwickelt worden. Die entsprechenden Handlungsempfehlungen wurden zu einer Roadmap verknüpft, die Unternehmen bei der Transformation zum Lösungsanbieter unterstützt.

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Partner des Projekts war der Maschinen- und Anlagenbauer Thielenhaus Technologies, Wuppertal.

02 EIN SYSTEM, DAS VORAUSDENKT

Im Vorfeld der Lkw-Abfertigung von logistischen Knoten sind stark schwankende Wartezeiten heute vielfach die Regel – oft einhergehend mit nicht akzeptablen Aufenthaltsdauern an den Standorten. Im Rahmen des Transferprojekts konnten die Ankunfts- und Wartezeiten der Lkw vor logistischen Knotenpunkten mithilfe eines lernfähigen Modells prognostiziert werden.

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Das Transferprojekt wurde mit dem Hamburger Logistikdienstleister HCS durchgeführt.

03 EIN SMART DEVICE MIT SUPER-GEDÄCHTNIS

Die quittungslose Zustellung von Paketen stellt besondere Herausforderungen an die Mitarbeiter im Warentransport. Im Rahmen des Transferprojekts wurden die Zusteller mit einem Smart Device ausgestattet, durch das Zustellprozesse beschleunigt, Fehlerquoten gesenkt und die Sicherheit im Umgang mit Depotschlüsseln erhöht werden.

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Partner des Projekts war der Transportdienstleister Night Star Express aus Unna.

04 EIN ARBEITSPLATZ, DER MITDENKT

Aufgrund heterogener Prozesse und zunehmender Digitalisierung ist der Bedarf an adaptiven und ergonomischen Arbeitsplätzen in der Logistik sehr groß. Ein solcher mit moderner Technik ausgestatteter Arbeitsplatz für den Wareneingang und -ausgang, der Mitarbeiter intuitiv unterstützt, wurde sowohl für Schulungszwecke als auch zum Einsatz in der betrieblichen Praxis entwickelt.

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Partner im Projekt war ELABO aus Crailsheim.

05 EINE DATENBRILLE FÜR DEN EINZELHANDEL

In der Lagerlogistik werden Lösungen aus dem Bereich der Augmented Reality (AR)-Technologien bereits erfolgreich eingesetzt. Doch auch in anderen Bereichen der Logistik wie dem Einzelhandel ist eine Effizienzsteigerung durch den Einsatz von AR-Technologien zu erwarten – zum Beispiel bei der Bewältigung von Warenwirtschaftsprozessen wie der Inventur oder der Warenverräumung in der Filiale. Dies zeigt auch die im Projekt entwickelte Lösung – eine Kombination von Datenbrille und Scannerhandschuh.

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Partner des Projekts war das IT-Unternehmen LUNAR aus Hamburg.

Unsere aktuellen Transferprojekte

Ob kostengünstige Lösungen für mehr Transparenz in der Produktion, zukunftsfähige, zuverlässige und flexible TransportdienstleistungenVR-basierte Schulungskonzepte: In den aktuellen Transferprojekten des Innovationslabors loten kleine und mittelständische Unternehmen aus ganz Deutschland derzeit das Potenzial für hybride Dienstleistungen aus – unter besonderer Berücksichtigung der Mensch-Technik-Interaktion.

KONTAKT

Sie haben Fragen zu unseren Transferprojekten? Andreas Nettsträter, Abteilung Strategische Kooperationen und Netzwerke am Fraunhofer IML und im Innovationslabor für Netzwerkmanagement und Wissenstransfer verantwortlich, steht Ihnen gerne zur Verfügung:

• telefonisch unter + 49 231 9743-286
• per E-Mail unter andreas.nettstraeter@iml.fraunhofer.de